 |

NEWS
NEUE CD : BRAHMS SONATEN UND TRIO
Stern des Monats (September)
Fono Forum, Ausgabe 10/09
Klassik - Tänzerisch
Die drei Stücke schrieb Brahms zusammen mit dem Quintett für Klarinette und Streichquartett für den Meininger Hofklarinettisten Richard Mühlfeld. Sie verkörpern 1891 bis 1894 den krönenden Höhepunkt und Abschluss seines kammermusikalischen Schaffens gleichermaßen. An die Interpreten stellen sie höchste Ansprüche an Souveränität und musikalischer Gestaltungskraft.
Mühlfelds Klarinetten sind erhalten, 1990 führte der Londoner Klarinettenprofessor Keith Puddy die Brahms-Sonaten auf den damals gerade restaurierten Instrumenten im Meininger Schloss auf. Puddy merkte unter anderem dazu an: „Um den leichten Klang und das helle Timbre der aus Buchsbaum gefertigten Instrumente zur Geltung zu bringen, vermied ich, den Ton zu forcieren und den modernen dicken und schweren Klang des späten 20. Jahrhunderts herauszuschinden. Mein Ziel war ein leichter Ton und eine freie Phrasierung.“ Es scheint fast so, als habe Sharon Kam diese Erkenntnis für ihre Brahms-Interpretationen verinnerlicht.
Das klingt alles leicht und frei schwingend, niemals dick oder schwerfällig. Vor allem die Sonaten kommen fast tänzerisch daher, wobei der musikalisch höchst einfühlsam agierende Martin Helmchen mit seiner subtilen Klanggestaltung ganz wesentliche Akzente setzt. Der Cellist Gustav Rivinius findet zur musikalischen Haltung des Duos Kam-Helmchen die adäquate Einstellung, wie die einleitenden Cello-Takte des Trios sofort zeigen. Herrlich hier die mit schier endlosem Atem geblasenen Kantilenen des Adagio, während ein vor allem von Sharon Kam ungemein temperamentvoll vorangetriebenes Allegro diese höchst empfehlenswerte CD beschließt.
Holger Arnold

Dienstag, 8. September 2009
Um Ausschnitte zu hören, bitte HIER klicken. JETZT KAUFEN
DIE NEUE ENTDECKUNG - JULIUS RIETZ KLARINETTENKONZERT
Anfang April 2007 reiste sie nach Warschau, um ein Repertoire aus teils bekannten und teils eher unbekannten Klarinetten-Konzerten der Komponisten Carl Maria von Weber, Max Bruch und Julius Rietz einzuspielen. Gerade das selten eingespielte Rietz-Konzert hatte es ihr sofort angetan. Doch die Noten schienen unauffindbar. Letztendlich war es ein Schweizer Laiendirigent, der mit selbst hergestelltem Notenmaterial aushelfen konnte. Inzwischen versucht Sharon Kam einen Verlag zu überzeugen, das Material herauszubringen. Denn seit sie das Konzert als Repertoire auf ihrer Webseite führt, bekommt sie Notenanfragen aus der ganzen Welt.
Die Aufnahmen für die neue CD sollten in Warschau stattfinden, da dort das berühmte Orchester „Sinfonia Varsovia“ beheimatet ist. Sharon Kam hatte schon einige Male das Vergnügen, mit diesem Orchester aufzutreten, und konnte sich so von seiner hohen Qualität überzeugen.
Wer ihr persönlicher Lieblings-Dirigent ist, dürfte sehr leicht zu erraten sein: Ihr Ehemann Gregor Buehl. Mit ihm zusammen lebt sie seit einigen Jahren in Hannover und produzierte mit ihm auch ihre letzten, sehr erfolgreichen CDs. Ihre Aufnahmen wurden mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ gewürdigt, und im letzten Jahr bekam sie den zweiten „Klassik ECHO“ ihrer Karriere als „Beste Instrumentalistin“ überreicht.
Und noch ein weiteres Familienmitglied wurde zu den Aufnahmen hinzugeholt: Ori Kam, Sharon Kams jüngerer Bruder. Er übernahm die Rolle des Bratschen-Solisten in Max Bruchs Doppelkonzert. Ori hat in New York bei Pinchas Zukerman studiert und lebt seit einiger Zeit in Berlin.
Die Wahl des Orchesters und des Aufnahmeortes, des Sendesaals im staatlichen Rundfunkhaus in Warschau, erwies sich als goldrichtig. Innerhalb von vier arbeitsintensiven Tagen wurde die emotionale Atmosphäre der Musik in klanglicher Perfektion eingefangen. Am Ende zeigten sich alle Beteiligten, allen voran Sharon Kam selbst, überglücklich. Das neue Repertoire ist überaus romantisch und die Orchesterversion des Weber-Quintetts passt wunderbar zum Doppelkonzert von Max Bruch. Hier ist besonders das harmonische Zusammenspiel der beiden Kam-Geschwister hervorzuheben. Aber die einzige echte Überraschung ist das nahezu unbekannte Konzert des Mendelssohn-Zeitgenossen Julius Rietz, das sich als unverhoffter romantischer Schatz erweist.
Um eine Kritik zu lesen und Ausschnitte zu hören, bitte HIER klicken. JETZT KAUFEN
MOZART 2006 LIVE ON TV AND DVD!

In Rahmen des 24 Hour Mozart, spielte Sharon Kam in einer Live-Übertragung aus dem Ständetheater in Prag das Mozart Klarinettenkonzert. In diesem Theater hat Mozarts Freund und Inspirator, der Klarinettist Anton Stadler, am October 16, 1791 das Stück uraufgeführt. Stadler spielte eine selbst gebaute Bassettklarinette, eine erweiterte Klarinette mit 4 zusätzlichen Halbtöne, die bis zum tiefen A reichen.
Sharon Kam spielt dieses Konzert ebenfalls auf einer Bassettklarinette. Um das Video zu sehen, klicken Sie die folgenden links:
Mozart- Klarinettenkonzert in A Dur, K.622- 1. Allegro
Mozart- Klarinettenkonzert in A Dur, K.622- 2. Adagio
Mozart- Klarinettenkonzert in A Dur, K.622- 3. Rondo: Allegro
Sollten Sie Probleme haben diesen sehr großen Dateien anzusehen, versuchen Sie die Links HIER
Wenn Sie kein Quicktime installiert haben, klicken Sie bitte HIER
Dieses Produktion ist auf DVD erschienen. JETZT KAUFEN
SHARON KAM ERHÄLT DEN ECHO KLASSIK 2006!

Zum zweiten Mal erhält Sharon Kam den ECHO Klassik für ihre große instrumentale Leistung als Klarinettistin auf dem Album "Werke für Klarinette & Orchester". Das Album ist bei edel classics in Hamburg erschienen.
Dieses virtuose Programm enthält Felix Mendelssohn Bartholdys Konzertstücke für Klarinette, Bassetthorn und
Orchester, op. 113 und op. 114, Louis Spohrs Konzert Nr. 4 in e moll, Carl Maria von Webers Concertino op. 26
und Gioachino Rossinis Introduktion, Thema und Variationen.
Mit Johannes Peitz, Bassettklarinette und dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, unter der Leitung von Gregor Buehl.
Um eine Kritik zu lesen und Ausschnitte zu hören, bitte HIER klicken. JETZT KAUFEN
|
 |
|